Seifenkultur trifft amerikanische Seifensieder

In den Osterferien besuchte ich für knapp 3 Wochen den amerikanischen Bundesstaat Texas.

Natürlich durfte auch ein Besuch auf einem Kunst- und Krempelmarkt nicht fehlen, bei welchem ich diverse amerikanische Seifensieder kennen lernen durfte.

Für mich war dies ein wundervolle Erfahrung, denn anders als wie in Europa dürfen Seifen und handgemachte Kosmetik- und Badeprodukte einfach zu Hause in einer kleinen Seifenküche erstellt und auf Märkten und auch im Web vertrieben werden. Europa unterliegt ja der strengen EU-Kosmetikverordnung mit zahlreichen Auflagen bezüglich Seifenküche, Hygiene, Sicherheitszertifikaten etc. In Amerika existiert dies alles nicht. Die Aussage von Sissy's Soaps war interessant: Du kannst in den Staaten alles machen - Hauptsache ist, dass es bei Deiner Seifensiederei sauber zugeht - ansonsten unterliegen wir keinerlei Vorschriften, Regeln oder ähnliches. 

Getroffen habe ich einige texanische Seifensiederinnen - und jede kocht so ihr eigenes Süppchen. Das sieht man bereits am Aussehen, an der Verpackung und ganz wichtig am Preis! Die Preise für ein Seifenstück zwischen 80 und 130 Gramm variiert zwischen 5 bis 15 $. Auch bei den Badezusätzen gibt es extreme Unterschiede im Preis. In der Regel kann man jedoch sagen, dass es preislich ähnlich ist wie in Deutschland bei den Badezusätzen und der Körperkosmetik. Schlicht bei den Seifen ist der Preisunterschied kaum gegensätzlicher. 

Auf jeden Fall war der Tag bei den "Trade-Days" äußerst informativ und interessant und ich habe mit sehr großem Interesse den Ausführungen meiner texanischen Kolleginnen gelauscht. Sie waren jedenfalls alle sehr erstaunt wie streng in Europa dies alles gehandhabt wird.